25 Kilometer mit 800 Höhenmeter klang jetzt nach einer Aufgabe, aber nach einer die gut machbar klingt. Vielleicht nicht ganz einfach aber in dem derzeitigen Trainingsstand sollte der Lauf ohne Probleme ins Ziel zu bringen sein.

Das waren die Gedanken die ich vor dem Lauf hatte. Das dies so nicht stimmt, und ich mich da so richtig verschätzt habe zeigte sich dann am Ende der 25km.

Aber der Reihe nach:

Obwohl ich in der Nacht noch um ein Uhr wach war, und es draussen regnete war die Wettervorhersage für den morgen auf TROCKEN gestellt. Von oben kam auch kein Wasser mehr, aber in der Nacht wurde es noch so kalt, das der Restregen sich eine weisse Konsistenz veränderte. Und so lag am nächsten morgen ca 5cm Schnee auf der Landschaft. Traumhaft schön, für einen Traillauf – meine Trail-Premiere.

Vor dem Start stand die Busfahrt vom Ziel (dem Gartenhallenbad Cronenbertg) zum Start nach Solingen Glüder. Hier traf ich dann Matthias der mit Julia und Tom angereist war. Im Bus wurde gefachsimpelt, und Julia zeigte mir ihre 360° Kamera – die mich als Technik-Mensch sehr reizt. Nach der Ankunft am 17km VP der Marathonis, welcher unserStart war, setzten wir uns dann gemeinsam in Bewegung. Es ging auch direkt gut mit single Trails auf denen das Überholen schon recht schwer war los. Insbesondere wenn man jemanden vor sich hat der Höhenangst hat. So brauchte ich ca 4 km bis ich dann wieder auf Julia, Matthias und Tom aufschliessen konnte.  Von da an sind wir sehr lange zusammen gelaufen.

Es zeigte sich, das es absolut wichtig war, die Strecke auf die Uhr zu laden. Denn eine Orientierung mittels Smartphone erwies sich mangels kaltem Akku als nicht möglich. Und so war ich dann der Tourguide für die kleine Gruppe. Was den Charme hatte das die doch etwas schnelleren drei ab und zu auf mich gewartet haben. Die Gruppe hat sich dann auch noch vergrössert, weil die drei Mädels Dani, Silke und Maike beinahe verloren gegangen waren. Die waren in die falsche Richtung unterwegs. Wir haben sie zu uns gerufen und so haben die drei sich uns angeschlossen. Aus der 4er wurde eine 7er Gruppe.

Gemeinsam sind wir dann an der Müngstener Brücke vorbei und haben noch ein paar Gruppenbilder geschossen. Ab diesem VP war die Strecke dann ausgeschildert und unsere Gruppe zog sich wieder ein bischen auseinander. Irgendwie war ich in der Mitte und lief auch Teile wieder alleine. Was für mich auch gut war, denn unterhalten wollte ich mich nicht mehr. So langsam zehrte dann doch die Strecke dann doch an der Substanz. Nach dem letzten Berg, ca 1km vor dem Ziel, bekam ich dann Krämpfe im Oberschenkel. Und so habe ich mich gedehnt und bin gegangen um den Krampf irgendwie los zu werden. Maike, Dani und Silke, die noch hinter mir waren, nahmen mich dann mit. Und gemeinsam sind wir irgendwie bis zum Hallenbad gekommen.

Eine Erfahrung die ich so nicht erwartet habe. Aber irgendwie eine tolle Erfahrung. Auch dass man sich gegenseitig hilft finde ich extrem gut. Ein Hoch auf die Läufergemeinschaft!

Auch ein grosses Dankeschön an die Helfer und die Organisation rund um Olli. Die Verpflegung war schon erste Klasse !

Und hier jetzt die Bilder vom Lauf: