am 2. April 2016 im Rahmen des 34. Benrather Volkslaufes

Nun ist er vorbei :
der Halbmarthon auf den ich die letzten 3 Monate hin trainiert habe !
Im Rahmen des 34. Benrather Volkslaufes bin ich am 2.April die 21,1 km gelaufen.
Doch bevor es dazu kam stand jede Menge Training an:
Anfang August 2015 hats mich gepackt – ich bin mit 3-5 km pro Lauf ins Läuferleben gestartet. Seid dem laufe ich mindestens drei mal die Woche und konnte meinen Umfang von 60km im August auf nun über 140km/Monat steigern.Mein erstes Ziel überhaupt mal wieder 10km zu laufen hatte ich schon relativ schnell erreicht. Aber ich wollte auch noch unter 60 min kommen. Dies hat dann bereits im September funktioniert ! Die 10 km sollten dann auch erst mal als Strecke reichen.
Durch die guten Trainings wurden natürlich auch die Umfänge größer und so konnte ich dann auch schon mal 13-16 km in einem Lauf für mich verbuchen.
Hier ein Bild von einem Lauf im Winter auf meiner Hausrunde

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Kurz nach Weihnachten fragte mich dann mein Nachbar Ingo, der in der Marathonvorbereitung für Duisburg 2016 steht, ob ich nicht mit ihm mal 20km laufen möchte. Nach langen schon 5 Minuten stand der Entschluss fest. Allerdings habe ich darauf bestanden 21,1 km unter die Füsse zu nehmen. Wir sind dann am 27.12.15 die Nordbahntrasse von Oberbarmen bis Vohwinkel in 2:07 h gelaufen. Glücklich aber auch ziemlich fertig war ich danach nur noch nach Hause „gekrochen“.

 Somit stand dann mein Entschluss fest, den Benrather Halbmarathon für anfang April zu melden. Danke Volker für die super Empfehlung !

Meine Uhr hat mit dann jeden Tag gezeigt wie lange es noch bis zum HM dauert. Und dies hat mich extrem motiviert mich vernünftig vorzubereiten.

In diese Vorbereitung gehörte dann natürlich ein vernünftiger Trainingsplan, den ich mir aus den vielen verfügbaren, letzendlich bei Lauftipps.ch habe rechnen lassen. Hier kann ich schon mal sagen dass ich eine Zielzeit von 2h angepeilt habe.
Dieser Trainingsplan hatte natürlich wie es sich gehört auch einige Intervalle mit im Programm. Ich habe diese gehasst, und geliebt. Die Einheiten selber waren immer ziemlich hart, aber nachher habe ich mich jedesmal wie ein Held gefühlt. Und nach ein paar dieser Intervallen konnte ich auch schon eine schnellere Grundpace feststellen.

Zusätzlich gab es noch die Winterlaufserie in Hilden, die ich mir für die Vorbereitung eingeplant habe. Alle 14 Tage ein Lauf mit 10 – 15 – 21,1 km. Diese sollten mich quasi dazu zwingen auch längere Läufe mit anderen zusammen zu erleben, und Wettkampfluft zu schnuppern.

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Aufgrund der guten Renneinteilung konnte ich nun 2 Haken in meine persönliche Laufliste machen:
1. :Einen offiziellen Halbmarathon gelaufen zu haben und 2. : Die Zielzeit unter 2 Stunden zu haben.
Der 2. Haken war ja eigentlich erst für Benrath eingeplant – aber dann ist das nun jetzt schon so. Und ein neues Ziel musste her:Neue Zielsetzung war sub 1:57 h, und wenn es gut läuft, dürfte es auch gerne die 1:55 h  sein. Allerdings war noch eine Woche Urlaub in den Bergen eingeplant, so dass der Trainingsplan ein wenig umgestaltet werden musste. Trotzdem bin ich noch im Urlaub 2 mal gelaufen. Ein Trailrun (Bericht folgt noch) der eine ganz neue Erfahrung war, und einen Berglauf über 10km habe ich dort absolviert.Die letzte Woche vor dem HM stand dann im Zeichen von ruhigen Läufen.
Eine Mischung aus Spannung und Vorfreude begleitete mich in den letzten Stunden vor dem Lauf.

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Vor dem Start traf ich dann auch wieder Volker und Anke, mit denen ich auch den ein oder anderen Trainingslauf absolviert habe.
Mit Volker zusammen, bin ich dann zum Start getrabt. Natürlich durch den Wald, wo nicht alle anderen auf dem direkten Weg zum Start gingen. Ein einsamer Baum wurde noch einmal kurz begossen.  😉
Die letzten Minuten und Sekunden vergingen wie im Flug. In der Sonne stehend und ca 30m von der Startlinie entfernt wünschten wir uns viel Glück. Die Bedingen waren ja perfekt: ca 14°C und heiter bis wolkig bei wenig Wind.
Auf den ersten 1000m nach dem Start sind wir noch zusammen gelaufen. Da meine Taktik pulsorientiert ausgelegt war, war mir das Tempo von Volker zu hoch und ich habe ihn laufen lassen. Leider habe ich es nicht mehr geschafft meinen Puls auf die von mir gewünschten 155 Schläge/min herunter zu bringen. Und somit habe ich kurzer Hand entschieden um die 160bpm die weitere Strecke anzugehen.
Meine Taktik sah vor nach km 10 das Tempo zu erhöhen um mir in der 2. Hälfte die gute Zeit zu erarbeiten. Der Haken an der Sache war nur, dass ich schon nach km 4 richtig Durst hatte, und von da an jeden VP auch wirklich gebraucht habe. Und bei km 10 fühlten sich meine Beine schon müde und schwer an. Ein Gefühl welches ich von der Winterlaufserie her gar nicht kannte. Trotzdem habe ich das Tempo leicht erhöht. Es war ein schönes Gefühl den ein oder anderen Läufer zu überholen. Aber auch ich wurde noch von ein paar Läufern eingesammelt.
Der VP bei km 14 läutete das letzte drittel ein. Ab jetzt konnte ma also die km einfach runterzählen. So die Theorie. Leider wurden meine Beine immer schwerer, und habe mich schon nach dem Ziel gesehnt. Auch unterschätzt hatte ich, daß der Streckenverlauf nicht auf dem direkten Wege zum Ziel ging, sondern noch 2 große Haken in den Wald geschlagen hat.      🙁

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Den Puls hatte ich dann auch nicht  mehr so wirklich unter Kontrolle. Er ging nun langsam aber stetig in den roten Bereich hinein. An Tempo zulegen war überhaupt nicht mehr zu denken.
Ein Mitläufer der etwas schneller war, gab mir einen Fixpunkt, und ich versuchte mich bei ihm fest zu beissen. Das klappte bis ca km 19 noch ganz gut und ich hatte immer Kontakt, musste ihn aber dann doch ziehen lassen.
Sehr motivierend war das Schild bei km 18 : „Nur noch 3 km !“ stand da in grossen Buchstaben.
3km sind absehbar…… und so habe ich trotz wirklich leerer Beine und einem Puls am oberen roten Bereich einfach die Meter runter gezählt. Sehr schön war es dann bei km 20,5  das Ziel sehen. Diese Motivation ist unglaublich stark. Auch die sich zum Ziel hin verdichtenden Zuschauer haben mich beflügelt.
Volker, der ja bereits seid Minuten im Ziel war, stand 100m vor dem Ziel an der Seite, und ich bin noch mal extra zu ihm hin und habe abgeklatscht. Denn mein Ziel sub 1:55 war erreicht. Die grosse Uhr zeigte 1:35:30 (brutto) beim Überlaufen.

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Auf meiner Uhr und in der Ergebnisliste ist eine Nettozeit von 1:53:14 das finale Ergebniss.

Ziel Erreicht

 

Eine komplett neue Erfahrung war, daß die Beine eigentlich zur Hälfte der Strecke sich schon schwer anfühlten, aber diese mich doch noch ins Ziel gebracht haben. Und zwar auch so wie ich es mir in der Taktik vorgenommen habe: in der 2. Hälfte zulegen.

Dank der besten Ehefrau der Welt,  war die Versorgung nach dem Lauf gesichert. Auch wenn ich noch Minuten nach dem Zieleinlauf nicht wirklich sprechen konnte oder wollte, reichte sie mir Wasser und alkohlfreie isotonische Getränke.
Fertig ! Das war der Zustand der die Stunde nach dem Zieleinlauf wohl am besten beschreibt.
Aber auch sehr GLÜCKLICH – denn das war eine neue Erfahrung, die mit einer Bestzeit belohnt wurde.

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Und so endet dann auch der Bericht vom Tag des Halbmarathons in Benrath.
Einen großen Dank spreche ich noch an folgende Personen aus :
an Adi : für die wochenlange Möglichkeit Trainingszeiten zu finden und die Versorgung vor und nach dem Rennen und die Bilder
an Volker : für die vielen Tips und Hilfen in der Vorbereitung
an meine vielen Trainingslaufpartner und meine „Damenlaufgruppe“
an Eberhard : für unsere Firmenlaufshirt, das ich schon mal getestet habe -> Die sind Bestzeitenfähig !
an die Organisatoren des Benrather Volkslaufes und die vielen Helfer an der Strecke

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Für die Datenfreunde

 

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